Risen

Review: Risen (PC, Xbox 360)

 

Es war einmal…

So könnte die Geschichte um den namenlosen schiffbrüchigen Helden beginnen. Ihr beginnt das Abenteuer am Strand der Insel Faranga.
Die Insel ist eine geheimnisvolle Insel, denn uralte Tempelruinen kamen aus dem Boden an die Oberfläche empor und keiner weiß warum. Die Ruinen verbergen jedoch viele Schätze, und da wo viele Schätze sind auch viele Schatzjäger, die sich gegenseitig bekämpfen. Die Konkurrenten könnte man auch in Fraktionen unterteilen – die Inquisition, die Banditen und die Magier.
Mehr ist von der Geschichte leider nicht bekannt. Ähnlich wie bei Gothic 1, wird man auch bei Risen im „Regen stehengelassen“ und muss zusehen, dass man selbst herausfindet was genau zu tun ist.

Die Fraktionen

Das System der Fraktionen ist aus den drei Gothic-Teilen bestens bekannt. Piranha Bytes scheint auch hier auf altbewährtes zurückzugreifen. Bei Risen gibt es drei Fraktionen. Die Inquisition ist die „Hauptfraktion“ der Insel. Alles und jeder wird von dieser Organisation kontrolliert. Laut der Inquisition darf sich die Bevölkerung auf der Insel nicht frei bewegen – sollte man von der Inquisition erwischt werden, so drohen Konsequenzen in Form von Zwangsrekrutierung.
Der Gegner der Inquisition sind die Banditen, die sich in den Sümpfen von Faranga niedergelassen haben. Diese versuchen die von der Inquisition besetzte Hafenstadt wieder zurückzuerobern. Als dritte Fraktion stehen die Magier bereit den Helden aufzunehmen.
>Risen - der Strand von FarangaWelcher Fraktion sich unser Held anschließt kann man innerhalb des ersten Kapitels entscheiden. Wenn man z.B. von der Inquisition erwischt wird, so wird man zwangsrekrutiert. Will man sich z.B. den Banditen anschließen, so müssen zuerst einige Quests wie z.B. das Vorsprechen bei dem Banditen Anführer Don Esteban erfüllt werden, bevor man sich als würdig erweist der Fraktion beizutreten.
Ist man dann einer Fraktion beigetreten, so verläuft die weitere Storyline aus Sicht der gewählten Fraktion. Wie man merkt, sind auch in diesem Punkt die Piranhas zurück zu Ihren Wurzeln gekehrt. Genau wie bei Gothic 1 und 2 ändert sich die Geschichte entsprechend, je nach dem, welcher Fraktion man zugehörig ist.

Die Welt von Risen

Die Welt von Risen ist kleiner als bei Gothic 3, jedoch dichter. Man kann Gebirge erklimmen, in Höhlen herumkriechen. Die Insel kann man sich als eine mehrstufige Torte vorstellen. Dadurch wird der Eindruck eines großen Areals erweckt, so dass die dichte Story mit den vielen Quests auch viele Locations erhält. Oberhalb Farangas erwarten den Spieler Graslandschaften, Wälder, Seen, Wasserfälle und steile Klippen.
Unterhalb Farangas düstere Höhlen und Dungeons. So findet man in jeder Ecke eine Quest, neue Gegner, Heilpflanzen u.v.m.  Im Gegensatz zu Gothic 3, wo man kilometerweit ohne eine Quest laufen musste, finden wir diesen (Rück-)Schritt sehr gut. Die Flora & Fauna von Risen ist nicht nur gefährlich, sondern auch – trotz der etwas nicht mehr zeitgemäßen Grafik – ganz hübsch anzusehen.
Die Hafenstadt ist der Dreh- und Angelpunkt der Welt von Risen. Hier treffen alle Fraktionen aufeinander, hier erhält der Spieler die meisten Quests und hier trifft man mit Sicherheit die Entscheidung welcher Fraktion man sich anschließt.