Painkiller: Resurrection

Review: Painkiller: Resurrection (PC)

Meine Erwartungen waren niedrig, aber der Kontrast zu Call of Duty Modern Warfare 2 ist so gravierend, dass es mir beinah die Sprache verschlagen hätte. Bereits das Menü, das nach dem Einlegen der DVD auf meinem Bildschirm erschienen ist, wirkte als hätte ich gerade ein Spiel von 1999 eingelegt. Auch die Installation brauchte im Grunde viel zu lange, vor allem da das Spiel gerade mal rund 4 GB einnimmt. Zum Vergleich Borderlands beansprucht rund 6 GB, Call of Duty Modern Warfare 2 gleich 11 GB und Star Wars The Force Unleashed sogar ganze 25 GB.

Man sagt so schön, dass der erste Eindruck der wichtigste ist und leider stimmt es auch bei diesem Spiel. Painkiller: Resurrection wirkt nicht wie ein Spiel aus dem Jahre 2009. Das fängt beim Menü an, geht über die Grafik, das Gamedesign, das Storytelling und die Vertonung weiter und endet bei einem wohl absolut frustrierten Spieler.

Der Hauptcharakter heißt William „Wild Bill“ Sherman und die Geschichte beginnt mit seinem Ende. Er stirbt und an seinen Händen klebt das Blut vieler unschuldiger Menschen. Deshalb kämpft er dann von Level zu Level gegen Dämon, priesterähnliche Gestalten und immer noch mehr davon. Präsentiert wird die Geschichte mit vertonten Zwischenszenen, in denen sogenannte „Graphic Novell“ gezeigt werden. Das war zu Zeiten von Max Payne noch interessant, heute wirkt so etwas eher arm. Bei Anno 1404 wurde etwas ähnliches verwendet um die Geschichte zu erzählen – die Grafiken waren aber wenigstens teilweise animiert, was die Sache bedeutend ansprechender machte.