Borderlands

Review: Borderlands (PC)

Gleich zu Beginn der Reise muss der Spieler zwischen den vier Helden wählen. Wer sich bis dahin nicht näher mit den Klassen beschäftigt hat, muss entweder den Anfang vier Mal spielen oder auf gut Glück hoffen, dass man den Lieblingscharakter per Zufall auswählt. Interessant ist dabei, dass sich die Helden spielerisch kaum unterscheiden, nur die jeweilige Spezialfähigkeit ist eine andere. Während Roland, der Soldat, ein Geschütz aufstellen kann, kann Lilith, die Sirene, für eine kurze Zeit sehr schnell und unsichtbar laufen. Beim Ein- und Austritt erzeugt sie eine Art Rückstoß, durch den nahe gelegene Feinde verletzt werden. Dazu ist ihre Nahkampfattacke in diesem Modus bedeutend stärker. Ein weiterer Held heißt Mordecai, der Jäger, welcher einen Vogel losschicken kann, der dann einen Feind angreift. Abgerundet wird die Auswahl von Brick, der Berserker, welcher sich auch in einem Modus versetzen kann, indem er weniger Schaden nimmt und mehr Schaden mit seinen Fäusten austeilt. Bedauerlich ist nur, dass man die jeweilige Fähigkeit erst in Level 5 erhält, wodurch man diese nicht einfach mal kurz testen kann.

Das Fähigkeiten-MenüAuch wenn eigentlich jede Klasse spezialisiert seinen soll auf bestimmte Waffen, kann der Spieler das ganz einfach ignorieren – ein Nachteil hat das kaum. Auch sonst unterscheidet sich das Gameplay nur kaum, einzig die Spezialfertigkeit, die man immer weiter spezialisieren kann, macht einen eher kleinen Unterschied.

Der RPG-Teil ist leider kleiner und unbedeutender ausgefallen als erwartet. Es gibt verschiedene Quests, natürlich unterteilt in Haupt- und Nebenquests, und man kann die Spezialfertigkeit weiter ausbauen und verschiedene passive Fähigkeiten dazu gewinnen. Dabei gibt es für jeden Charakter drei Wege, mit jeweils sieben Fähigkeiten. Hat man auf die beiden Fähigkeiten der ersten Stufe eines Weges mindest fünf Fähigkeitspunkte verwendet, kann man auch Punkte auf die Fähigkeiten der zweiten Stufe verwenden. Am Schluss eines Weges steht immer eine ganz besondere Fähigkeit. Diese sind aber niemals aktiv, das heißt, kein Charakter kann mehr als eine Spezialfähigkeit erlernen. Hingegen bekommt man mehr Leben, das Geschütz schießt schneller, man macht größeren Schaden und so weiter. Der RPG-Teil fällt für mich enttäuschend klein aus.