Da liegt auch das Problem von The Saboteur. Irgendwie wirkt die Story hier und da sehr platt und unausgereift. Auch sind auch die Spielinhalte, das Klettern und die Stadtrundfahrten, eher nur im Ansatz so durchdacht wie in GTA bzw. Assassin`s Creed. Aber The Saboteur hat auch seine Glanzpunkte, denn gerade manche Missionen sind durch wunderschöne Zwischensequenzen spannend erzählt. Dem Hauptcharakter kann man zwar etwas abgewinnen, wiederum ist die Idee ein GTA-Klon der im 2. Weltkrieg spielt zu Entwickeln, relativ unspektakulär.
Natürlich dürfen verschieden Alarmstufen, die z.B. durch das umkarren von Nazis ausgelöst werden, nicht fehlen. Allerdings versucht die KI recht simpel den Helden von der Bildfläche durch Waffengewalt verschwinden zu lassen. Klettert man mal auf ein Dach sind der KI da schon Grenzen gesetzt. So kann man in aller Ruhe Granaten oder ein Scharfschützengewehr einsetzen und hat von den deutschen Besatzern wenig zu befürchten. Spannende Verfolgungsjagden alla Assassin`s Creed bleiben so auf der Strecke.
Wenn dann aber alles glatt läuft und der Einsatz so funktioniert wie geplant, kommt in The Saboteur echtes Resistance Feeling rüber. Auch ist die Idee der Spielewelt am Anfang einen grauen Schleier zu verpassen recht gut gelungen. Dieser Lichtet sich nachdem wir immer mehr Aufträge für den Untergrund erfüllt haben. So wird Paris nach ein paar Missionen farbprächtig in Szene gesetzt.
Die Grafik-Engine ist zwar nicht mehr auf dem neusten Stand. Sie ist aber, wenn man sie nicht mit einem Toptitel vergleicht, ausreichend. Leider sind Texturen der Gebäude und Landschaft mit zu wenig Details versehen. Ein Trost sind da die zahlreichen Dialoge der „Schauspieler“, denn diese sind oft sehr schön anzuschauen.
