Mit den vielen unterschiedlichen Regionen, darunter Afghanistan, Washington D.C. und Ölplattformen nahe Russland, gibt es natürlich auch unterschiedliche Missionen. Manchmal muss man taktisch vorgehen, wobei dies meist so aussieht, dass man Anweisungen von einem anderen computergesteuerten Charakter entgegen nimmt und entsprechend umsetzen muss. Zusätzlich gibt es in einigen Missionen etwas Ablenkung vom drögen Ballern mit den Standardwaffen. Ein Beispiel für eine solche Ablenkung ist die Predator-Drohne, mit der man Raketen zielgelenkt abfeuern kann. Dennoch arten die meisten Missionen in Geballer aus, bei dem es letztlich nur darum geht jeden umzunieten und zum Zielpunkt zu gelangen. Zusätzlich steuert der Spieler im Laufe der Zeit verschiedene Fahrzeuge, zum Beispiel ein Schneemobil, aber auch dies ist eine Mischung aus aufdrucken, schießen und beten. Call of Duty Modern Warfare 2 ist kein Taktik-Shooter und auch im zweiten Teil kann man seinen Kollegen keine Befehle geben. Es gibt einen geschrieben Script und daran ändert sich nicht viel.
Mit nicht viel meine ich, dass die künstliche Intelligenz im neusten Teil bedeutend schlauer erscheint. Es ist schon fast Wahnsinn wie oft ich von der Seite angegriffen wurde. Die KI reagiert teilweise sehr gut auf meine Aktionen. Dementsprechend ist auch der Schwierigkeitsgrad gefühlt höher als im ersten Teil. Sehr oft wird man erschossen, von einer Granate zerfetzt oder man muss schon wieder beim letzten Kontrollpunkt anfangen, weil irgendein Fass oder Auto neben einem explodiert ist.
Bereits in einigen anderen Shootern, darunter zum Beispiel das Spiel zu James Bond: Quantum Trost und Rainbox Six: Vegas, kann der Charakter in Deckung gehen und sich um Ecken lehnen. Leider wurde dies in Call of Duty Modern Warfare 2 nicht eingebaut. Unsere Kameraden gleiten geschickt von Deckung zu Deckung, lehnen sich seitlich ein Stück raus um den Gegner zu treffen und wir müssen uns ducken und laufen dann geduckt durch die Level. Es ist teilweise schon fast frustrierend, dass der Spieler nicht annährend über die Animationen verfügt, die die Kollegen vorturnen.
Die Grafik ist gut, aber auch nicht äußergewöhnlich. Wer Call of Duty Modern Warfare seiner Zeit für ansprechend hielt, wird auch den zweiten Teil nicht ablehnen. Man merkt schnell, dass die Grafik zwar verbessert wurde, aber immer noch einige Schwachstellen aufweist. Dabei sind vor allem die Texturen bei Charakteren unter durchschnittlich und es fallen einige Clipping-Fehler auf. Dabei sogar einer im veröffentlichten Launch Trailer. In den ersten Sekunden, als die Rakete das Haus in Afghanistan trifft, biegt sich der Zaun durch die Laterne. Man sollte eigentlich erwarten, dass so etwas bei einer vorgefertigten Szene nicht passieren darf. An sich sind die Grafikfehler aber so gering, dass sie den Spielfluss nicht weiter stören.