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Test: Tropico 3 (PC)
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THEMA: Test: Tropico 3 (PC)
#605
Leo
Senior Boarder
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graphgraph
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Test: Tropico 3 (PC) 30.09.2009 23:15 Karma: 0
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El Presidente ist zurück und lädt uns ein auf einer tropischen Insel einen Staat zu gründen. So langsam scheint es Winter bei uns in Deutschland zu werden, die Tage werden kürzer und die Temperaturen immer niedriger. Ob man sich im Spiel Tropico 3 aus dem Hause Kalypso Media wirklich auf eine tropische Insel flüchten kann und ob sich eine Staatsgründung, entwickelt von Haemimont Games, wirklich lohnt, haben wir für euch getestet.


Wohl jeder denkt ein wenig an Kuba, wenn man die ersten Zeilen gelesen hat. Die Aufgabe des Spielers ist es einen Staat auf einer Insel zu gründen. Um die Parallelen zu Kuba noch zu verstärken, gibt es zwei große politische Mächte auf der Welt, die USA und die UdSSR. Es gibt eine Einzelspieler-Kampagne, die insgesamt 15 Missionen umfasst und teilweise auf realen Ereignissen, wie die Kuba-Krise, basiert. Diese Missionen sind zwar mehr oder weniger jedes mal das gleiche, da man immer aufbauen, haushalten und Politik betreiben muss, jedoch unterscheiden sie sich in der Aufgabenstellung. Der Spieler muss die unterschiedlichen Wirtschaftszweige nutzen, um die jeweiligen Missionen abzuschließen. Dadurch wird das Spiel in der Kampagne nicht langweilig und motiviert. Einen Widerspielwert hat es aber kaum.


Das Spiel lässt sich in drei Bereiche unterteilen: Zum einem gibt es den Aufbau-Teil, indem der Spieler Gebäude und Straßen errichten muss, für Arbeiter sorgen muss, auf deren Bedürfnisse eingehen sollte und schließlich für eine positive Bilanz sorgen muss. Man erhält im Laufe der Kampagne immer weiter Finanzhilfen von den USA und der UdSSR, den größten Teil des Geldes macht man aber mit dem Export von Gütern. Der zweite Bereich ist die internationale und nationale Politik. Dieser Bereich fällt leider kleiner aus als erhofft. Der Spieler muss zwischen den USA und der UdSSR geschickt handeln, damit man die größtmöglichen finanziellen Hilfsmittel erhält. Dazu kommt, dass das Volk natürlich hin und wieder Wahlen abhalten will. Diese kann man natürlich einfach übergehen und evt. Revolutionsversuche blutig niederschlagen. Sollte man sich aber für Wahlen entscheiden, kann man eine Rede halten, Wahlversprechen machen und wenn die eigene Beliebtheit ausreicht, wird man im Amt bestätigt. Während des Wahlkampfes wird immer die Stimmenverteilung angezeigt, wodurch dies leider nicht so spannend ist, wie man denkt.



Als drittes kann man noch sogenannte „Erlässe“ erlassen, die zum Beispiel die Beliebtheit steigern, indem man Steuern senkt, oder die USA loben, was natürlich zu einem höheren Ansehen bei diesem Land führt. Dazu kommt noch, dass es immer wieder Aktionen gibt, bei denen der Spieler sich entscheiden muss. Ein Beispiel ist, ob man es gestattet, dass ein ausländischer Investor eine Rumdestillierung aufbaut, die uns keine Rohstoff bringt, aber jährlich ein wenig Geld. Natürlich freut es die Kapitalisten auf der Insel, wenn El Presidente so etwas genehmigt, man verärgert aber die Kommunisten damit. Zusätzlich ist El Presidente noch als steuerbarer Avatar im Spiel. Er fungiert als Soldat bei einer Revolution, kann den Produktionsgebäuden einen Bonus verleihen und die Baugeschwindigkeit erhöhen.


Das Alles wirkt durchdacht und greift teilweise sinnvoll ineinander.


Zusätzlich gibt es einen sogenannten „Sandkasten“, indem man einfach frei bauen kann. Das ist vor allem für die interessant, die die Kampagne entweder bereits durchgespielt haben oder kein Interesse an der Geschichte haben. Eine weitere Motivation bieten die „Herausforderungen“, welche man selbst konfigurieren kann (mit dem Editor) und mit einem Freund spielen kann.


Grafisch weiß das Spiel durchaus zu gefallen. An sich ist die Grafik sehr zeitgemäß, einzig das Wasser sieht nicht sonderlich gut aus. Es gibt Spiele wie zum Beispiel Siedler, bei denen man gut und gerne einfach mal ein wenig den kleinen Charakteren beim Bauen und Schaffen zuschaut. Das ist bei Tropico 3 leider nicht der Fall, so schön sind weder die Animationen noch die Charaktere.



Ein paar Wochen vor dem Release erschien eine Demo, die Probleme mit der deutschen Schreibweise aufwies. Oft gehen die Wörter über den eigentlichen Platz hinaus und sind dadurch nicht lesbar. Dieses Manko wurde leider auch nicht in der Vollversion verbessert. Es beginnt bereits im Menü mit dem Punkt „Herausforderunge“. So etwas stört den Spielfluss aber kaum, wenn man sich einmal daran gewöhnt hat.


Das Spiel kann durch ein schönes Setting, recht gute Grafik, einem flüssigen Spielfluss, einfachem, aber nicht zu einfachem Spielsystem und vor allem einer interessanten Kampagne punkten. Sogar ein wenig Humor haben die Entwickler ins Spiel eingebaut, dafür sind aber kaum Bugs enthalten. Das Spiel ist ein Geheimtipp für alle die, die schon mal zwischen Kommunismus und Kapitalismus, UdSSR und USA, Tyrannei und Demokratie wählen und einen Inselstaat gründen wollten.
 
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Letzte Änderung: 30.09.2009 23:15 von .
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