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Test: Red Faction: Guerrilla (PC) **
Der dritte Teil der Serie entfernt sich spielerisch von seinen Vorgängern und auch ansonsten hat sich einiges geändert auf der Marskolonie. Eins bleibt aber gleich: Wir sind der Widerstand und der Mars hat eine menschenfreundliche Atmosphäre.
Kann das Spiel auch auf dem PC überzeugen kann?
Die Geschichte von
Red Faction: Guerrilla aus dem Hause THQ ist eben ein wenig unlogisch, aber in einem Third-Person-Shooter macht das nichts. Es gibt auf dem Mars eine menschenfreundliche Atmosphäre, einen passiven Widerstand, der nur auf uns wartet um aktiv zu werden und eine böse, gesichtslose Armee. Das Alles ist der perfekte, aber eben unrealistische Stoff für einen guten Shooter.
Spielerisch ist und bleibt es ein grundsolider Third-Person-Shooter mit keinen revolutionären Ansätzen. Der Mars, besser gesagt das Stück Land was wir da vorgesetzt bekommen haben, ist in Gebiete eingeteilt. Wir kämpfen uns von Gebiet zu Gebiet. In jedem müssen wir Pflichtmissionen abarbeiten, die erst frei geschaltet werden, wenn wir eine gewisse Anzahl von Nebenmissionen erfüllt haben. Die Missionen haben fast immer etwas mit Zerstörung und Waffengewalt zu tun, sind aber dennoch sehr abwechslungsreich. Vor allem das ist eine Stärke des Spiels.
Es gibt zwei wichtige Faktoren: Der erste ist die „Kontrolle“ der EDF (Earth Defence Forces). Liegt diese bei Null können wir das Gebiet befreien, natürlich durch eine große Schlussmission. Wir können diesen Wert senken durch die Zerstörung von speziellen Gebäuden, Befreien von Kolonisten, Verteidigen von Stützpunkten und das Erfüllen von Missionen. Der zweite ist die „Moral“, je höher diese ist desto eher schließen sich die Kolonisten euch an und desto größer ist die Bonusbelohung für eine Mission. Der Wert wird durch die Missionen, aber auch durch das Befreien von Kolonisten und das Zerstören von Propaganda-Schildern erhöht.
Es gibt kein Geld auf dem Mars, zumindest keins mit spielerischer Relevanz. Dafür gibt es „Schrott“. Diesen können wir sammeln, wenn wir Gebäude der EDF zerstören. Für diese „Währung“ können wir uns dann verschiedene Verbesserungen von Waffen bis Panzerung kaufen. In jedem Safehouse können wir dann shoppen gehen bei unserer Ingenieurin. Von diesen Safehouses gibt es je nach Gebiet eins oder mehrere. Einiges erinnert uns bis jetzt an GTA und so geht es auch weiter. Es gibt natürlich einen „Alarmlevel“ von grün über gelb bis hin zu rot. Dieses Level kann nur abgebaut werden, indem man eine der sicheren Basen (Safehouses) aufsucht. Waffen gibt es einige, aber im Grunde setzt man vorwiegend ein gutes Maschinengewehr, einen Raketenwerfer und eine Art Bomben ein, die man irgendwo hinwirft und dann zündet. Durch die Mischung aus Haupt- und Nebenmissionen und dennoch Linearität wirkt es wie GTA light, was nichts Negatives ist. Das Spiel ist fast komplett bugfrei, was vor allem für die längere Wartezeit entschädigt.
Die Grafik ist ähnlich wie das Gamplay: Nichts Neues, aber durchaus gelungen. Es gibt schicke Effekte, wenn man die dafür notwendige Hardware hat. Ansonsten lässt sich die Grafik auch soweit runterschrauben, dass es auch auf etwas schwächerer Hardware spielbar läuft. Besonders schön ist die Zerstörbarkeit von Gebäuden. Diese fallen realistisch ineinander zusammen und zwar je nach dem wie das Gebäude beschädigt wurde. Aber auch die Effekte der Explosionen können sich wirklich sehen lassen.
Leider kann man von der Steuerung nur behauten: Nichts Neues! Es ist nun mal eine Portierung und auch wenn sie besser gelungen ist als viele andere, so bleibt es eine Portierung und die Steuerung bleibt der Schwachpunkt. Vor allem das Fahren ist anfangs eine Zumutung und wird dann, wenn man es in den Missionen braucht, schon fast ein Geschicklichkeitsspiel. Wenn man sicher aber einmal daran gewöhnt hat, funktioniert das Ballern und das Fahren recht gut.
Hat man den Mars einmal befreit, gibt es einen vierten (noch schwereren) Schwierigkeitsgrad, ob ich dann wirklich noch mal von vorne anfangen will? Nein, eigentlich nicht. Der Widerspielwert ist sehr gering.
Red Faction: Guerrilla ist ein interessantes Spiel mit abwechslungsreichen Missionen und schickere Grafik, doch leider mit einer gewöhnungsbedürftigen Fahrphysik und Steuerung. Wer Third-Person-Shooter mag, wird auch sicher Red Faction mögen. Es bietet einige Stunden Spaß und Action, samt jeder Menge Zerstörung.