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Review: Dragon Age: Origins
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THEMA: Review: Dragon Age: Origins
#729
timo
Platinum Boarder
Beiträge: 558
graph
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Review: Dragon Age: Origins 18.11.2009 10:36 Karma: 0
** In diesem Thema wird dieser Beitrag diskutiert: Review: Dragon Age: Origins **

Dragon Age: Origins wurde bisher nur in hohen Tönen gelobt. Ob der nächste Rollenspielhit von BioWare wirklich seinem Ruf gerecht wird erfahrt ihr auf den folgenden Seiten. Wir haben jeweils die PC, Xbox 360 und PlayStation 3 Version angespielt und wollen euch nun davon berichten.






Dragon Age: Origins - Review



Der Entwickler BioWare ist in den letzten Jahren zum Hitgaranten für PC- und Konsolenspiele geworden. Man denke nur an die erfolgreiche Baldurs Gate-Reihe oder an die vielen begeisterten Fans von Star Wars: Knights of the old Republic. Selbst der Versuch ein Rollenspiel im Science-Fiction Bereich anzusiedeln gelang mit dem großartigen Mass Effect. Nun liefert BioWare einen neuen Garanten auf den Rollenspielthron mit dem sehr erwachsen daherkommenden Dragon Age: Origins ab.

Dragon Age: Origins bedient sich, wie viele Rollenspiele, an einer Welt mit genretypischen Setting. So hat man in der Welt von Dragon Age ein Königreich was langsam auseinander zu fallen scheint, bedroht von einer dämonischen Macht die schon oft besiegt war bevor sie nun Wiedervereinigung feiert und das Leben der menschlichen Rasse schwer macht.

Die Grauen Wächter, so der Name einer magisch begabten Gruppe, sollen diesen Missstand wieder in Ordnung bringen, allerdings werden diese nicht mehr allzu viel respektiert und so geht die Warnung vor einem erneuten Angriff der dämonischen Kräfte im Rollenspiel-Nirvana unter.






Und hier kommen wir ins Spiel


Wie üblich erstellt man auch in Dragon Age seinen Alter Ego in einem Charaktereditor. Ob bei der Geschlechterwahl, der Rasse oder Gesinnung, es stehen allerlei Möglichkeiten zur Verfügung mit welchem Charakter ihr das Spiel durchleben wollt. Neu hierbei ist das es zwischen insgesamt sechs verschiedenen Storysträngen zu wählen gilt. Dies ist zwar nicht komplett neu, aber BioWare setzt diese Art der Erzählung der Herkunftsgeschichten konsequent um. So kann man die verschiedenen Geschichten selbst Nachspielen und unter verschiedensten Lösungswegen und Storyverläufen wählen.
Dragon Age bietet drei verschiedene Klassen. Dies erscheint wenig im Vergleich zu anderen Rollenspielen. Doch diese drei Klassen lassen sich in jeweils zwei verschiedene Storystränge aufteilen und auch sonst sehr individuell anpassen. Also wählen wir erst einmal die Rasse der Elfen um darauf folgend die Klasse der Magier zu bestimmen. Danach kann man sich einen der sechs Hintergrundgeschichten heraussuchen, in unserem Fall die Geschichte der Magier.
Abschließend kann man seine Charakterattribute und -fähigkeiten auswählen, natürlich findet sich hier jeder Rollenspielfan sofort zurecht und dieser Schritt geht schnell von der Hand.




Der Start

Nachdem wir also unseren Magier erschaffen haben tauchen wir in die Welt von Dragon Age: Origins ein. Egal welche Klasse man gewählt hat, man fängt immer am Anfang der Hauptquest an. Damit landen wir als Rekrut bei den Grauen Wächtern, Gründe und Motiv hierfür verbergen sich in der eigenen Herkunftsgeschichte. Nun werden uns ein paar Aufgaben anvertraut. Eine gute Möglichkeit sich mit dem Partymanagement auseinander zu setzen.


Während wir die Herkunftsgeschichte meist allein spielen und so vereinzelte Begleiter der KI-Steuerung überlassen können, ändert sich dies sobald wir in der freien Welt von Dragon Age: Origins stehen. Aus bis zu vier Charakteren kann unsere Gruppe bestehen. Wobei man immer wieder seine Begleiter frei wählen kann. Hat man diese das erste mal angetroffen und zugesagt das sie mit einem Reisen dürfen, sind sie dann auch ab sofort in einer Art Gruppenzusammenstellungs-Modus verfügbar. Hier können wir immer wieder unsere schon angetroffenen Helfer der Gruppe zuweisen oder pausieren lassen.
Das Kampfsystem ist wie von BioWare gewohnt in Echtzeit mit Pausenfunktion. Am unteren Bildschirmrand finden wir eine Kommandoleiste für Zaubersprüche und Fähigkeiten. Wer sich im Kampf voll auf seinen Hauptcharakter konzentrieren möchte kann den anderen Begleitern Taktiken und Verhaltensweisen vorgeben. So sagen wir dem Bogenschützen das er auf Distanz bleiben soll und möglichst alle Fähigkeiten nutzt die seinen Schaden erhöhen.





Durch das Töten von Gegnern erhalten wir wie immer Erfahrungspunkte und dürfen dann pro Level-Anstieg unsere Punkte verteilen. Zusätzlich ist es möglich Punkte in verschiedene Fähigkeitsbäume zu stecken. So können wir als Magier auswählen ob wir eher die Richtung Formwandler, Geistheiler, Arkaner Krieger oder ein verrufener Blutmagier sein wollen.


Das Inventarsystem ist leicht und einfach Strukturiert. So kann die gesamte Gruppe eine gewisse Anzahl an Gegenständen tragen. Diese können wir uns jeweils nach verschiedenen Eigenschaften sortieren lassen.


So lassen sich allerlei Waffen und Rüstungen in verschiedenster Qualität finden. Kräuter sowie Geschenke für die Gruppenmitglieder sind auch manchmal dabei. Diese Geschenke kann man nutzen um eine besondere Beziehung zu seinen Gefährten aufzubauen oder einfach um den Ruf zu verbessern das diese nicht irgendwann abhauen. Auch findet man manchmal Runen um Waffen zu verzaubern.






Die Spielwelt

Die Spielwelt von Dragon Age: Origins ist in mehrere kleinere Bereiche angeteilt. So könnt ihr mit der Karte mit einem klick von A nach B Reisen. Gut ergänzt hat BioWare das Questsystem. So könnt ihr verschiedenste Aufgaben erst einmal annehmen um diese dann einzeln zu aktivieren und den Quest-Ort auf der Karte anzeigen zu lassen. Technisch ist Dragon Age nicht auf dem neusten Stand, aber für ein Rollenspiel sind die Texturen und Grafiken mit sehr viel Liebe zum Detail eingefügt worden. Als Neuerung sind die Finishing-Moves ein netter Zusatz, so wird den Endgegnern kurz vor dem Exitus auf vielfältige Art das Ableben bereitet.





Vorallem die vielen Zwischensequenzen sind ein Genuss und schaffen eine dichte Spielatmosphäre. Auch muss man hier die unzähligen Dialoge vieler Charaktere im Spiel erwähnen. So findet man kaum einen Text der eine Quest beschreibt. Da freut man sich auf das neue Star Wars Online Rollenspiel „Star Wars: The Old Republic“ was ähnliche Ausmaße annehmen soll. Bisher sind uns keine Fehler im Spiel bekannt geworden. Auch hier hat BioWare ganze Arbeit geleistet. Einziges Manko ist der doch recht knackige Schwierigkeitsgrad. Die recht großen Gegnergruppen sind manchmal nur zu schaffen indem man wirklich alle Register zieht.


Insgesamt macht der neuste BioWare Titel damit einen recht ausgereiften Eindruck. Was anderes hatten wir aber auch nicht erwartet. Dieser Aspekt kommt in der Entwicklerbranche von Spielen heutzutage viel zu selten vor. Dafür ein dickes Plus an den Entwickler. Auch fühlen sich hier eingefleischte Rollenspieler sofort Zuhause, so dass diese sich umfassend mit der Story des Spiels beschäftigen können. Hier setzt sich Dragon Age von anderen Rollenspielen ab. Es wird von Anfang an mit spannenden Zwischensequenzen gearbeitet, viel wurde hier vertont um die Story noch dichter zu machen. Fans der Baldurs Gate Reihe werden hier abermals unzählige Stunden in Nebenquests oder einfach dem Studium von Hintergrund- und Nebengeschichten verbringen können.






Xbox 360 & PS3


Neben der PC Version hatten wir die Möglichkeit das Rollenspiel auf Microsofts und Sonys Spielekonsole ausgiebig zu testen.


Technisch gesehen mussten natürlich auf beiden Konsolen grafische Abstriche gemacht werden, jedoch sind diese so gering, dass es kaum der Rede wert ist. Was das Gameplay angeht ist es leider nicht möglich in der Konsolenfassung das Spiel z.B. im Kampf zu pausieren um den jeweiligen Partymitgliedern taktische Anweisungen zu geben. Weiterhin ist es nicht möglich das Geschehen aus der Vogelperspektive zu verfolgen. Last but not least hat der Spieler nur sechs Quickslots zur Verfügung, die jeweils in 2x3er Slots abgerufen werden können. In einer Kampfsituation kann dies leider zu einer kleinen Fummelarbeit führen.






Dragon Age: Origins für die Konsolen muss leider als ein semi-taktisches Spiel bezeichnet werden, was jedoch nicht weiter stört, denn die Geschichte samt Quests lässt solche Negativpunkte im Schatten stehen.





Fazit


Timo meint: Dragon Age: Origins ist wieder mal ein Spiel von BioWare das seines Gleichen sucht. Sicher wird hier das Rad nicht neu erfunden, aber konsequent und innovativ weiterentwickelt. So werden sich andere Entwicklerstudios in Zukunft ein Beispiel an der Vertonung nehmen müssen und auch nicht nur komplett auf die neuste Grafikengine setzen, sondern auch auf tiefgreifende Storyelemente. BioWare geht mit einem sehr Erwachsen-daherkommenden Spiel neue Wege. Zwar ist die manchmal etwas übertriebene Darstellung der blutüberströmten Rüstung zu viel des Guten, aber die erwachsenen Dialoge und die doch recht düsteren Story machen Lust auf mehr.



Marcel meint: Dragon Age: Origins hat mich von der ersten Sekunde an gefesselt. Die Geschichte um Ferelden erinnert stark an die Herr der Ringe-Saga, was aber nicht weiter stört. Lange musste ich warten, um ein solch spannendes Rollenspiel in den Händen zu halten. Es gibt kaum Standardquests á la geh in den Wald, schlachte 10 Schweine und dann erzähle ich Dir was Du wissen musst. Die Geschichte lebt von den Quests, die die Story vorantreiben. Und ja, der Suchtfaktor ist enorm. Auch wenn später im Spiel der Schwierigkeitsgrad ganz schön happig wird (und das im Modus „Normal“), so verliert man kaum Motivation beim zigsten Laden eines Spielstandes, denn man versucht mit einer anderen Taktik einen Kampf für sich zu entscheiden. Wenn es dann klappt, weiss man, was man getan hat.


Ich freue mich schon auf die vielen DLCs, die für DA:O entwickelt werden. Bravo Bioware – Ihr habt wieder einen Hit am Rollenspielhorizont.


Bewertung: 92%





 
 
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Letzte Änderung: 18.11.2009 10:36 von marcel.
 
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