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Review: Call of Duty Modern Warfare 2 (PC)
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THEMA: Review: Call of Duty Modern Warfare 2 (PC)
#741
Leo
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graphgraph
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Review: Call of Duty Modern Warfare 2 (PC) 22.11.2009 00:34 Karma: 0
** In diesem Thema wird dieser Beitrag diskutiert: Review: Call of Duty Modern Warfare 2 (PC) **

Der erste Teil war eines der bestverkauften Spiele der letzten Jahre. Das Spiel brachte damals ein neues, unverbrauchtes Setting mit – diesen Bonus hat der zweite Teil natürlich nicht mehr. Die Frage ist, ob die Entwickler noch mal einen solchen Hit produzieren konnten.





Call of Duty Modern Warfare 2 wurde im Grunde schon vor dem Release als "Spiel des Jahres 2009" betitelt und ich bin mir nicht ganz sicher, ob es diesen Titel wirklich verdient hat. Außer Frage steht, dass Infinity Ward einen guten Job macht und gute Spiele entwickeln kann. Doch nicht alles ist gut am inzwischen sechsten Teil der Call of Duty Serie.


Die Story spielt fünf Jahre nach der des ersten Teils. Entsprechend geht es wieder darum als guter Amerikaner oder Brite einen bösen Kerl zu jagen. Im zweiten Teil wird das Böse durch Russland und vor allem einen russischen Terroristen, bekannt aus dem ersten Teil, personifiziert. Es gab in Russland einige negative Kritiken, dass das Spiel einzig gegen Russen und Russland wettere. Die Kritiker haben damit durchaus Recht, aber es ist eigentlich zweitrangig auf wen genau der Spieler schießt. Hauptsache es gibt eine interessante Geschichte und es wird viel geschossen. Da sonst immer gegen Nazis gewettert wird, ist die kleine Abwechslung gar nicht so schlecht.


Im Verlauf des Spiels spielt man die unterschiedlichsten Charaktere und reist um die halbe Welt. Das sind zugleich eine große Schwäche und eine große Stärke des Spiels. Zum einem sieht der Spieler sehr viele unterschiedliche Regionen, wodurch viel Abwechslung ins Spiel kommt. Auf der anderen Seite, spielt man so viele unterschiedliche Charaktere, dass man kaum eine Bindung zu einem aufbauen kann. Entsprechend vielseitig, aber eben wenig zusammenhängend ist auch die gesamte Geschichte.



Mit den vielen unterschiedlichen Regionen, darunter Afghanistan, Washington D.C. und Ölplattformen nahe Russland, gibt es natürlich auch unterschiedliche Missionen. Manchmal muss man taktisch vorgehen, wobei dies meist so aussieht, dass man Anweisungen von einem anderen computergesteuerten Charakter entgegen nimmt und entsprechend umsetzen muss. Zusätzlich gibt es in einigen Missionen etwas Ablenkung vom drögen Ballern mit den Standardwaffen. Ein Beispiel für eine solche Ablenkung ist die Predator-Drohne, mit der man Raketen zielgelenkt abfeuern kann. Dennoch arten die meisten Missionen in Geballer aus, bei dem es letztlich nur darum geht jeden umzunieten und zum Zielpunkt zu gelangen. Zusätzlich steuert der Spieler im Laufe der Zeit verschiedene Fahrzeuge, zum Beispiel ein Schneemobil, aber auch dies ist eine Mischung aus aufdrucken, schießen und beten. Call of Duty Modern Warfare 2 ist kein Taktik-Shooter und auch im zweiten Teil kann man seinen Kollegen keine Befehle geben. Es gibt einen geschrieben Script und daran ändert sich nicht viel.


Mit nicht viel meine ich, dass die künstliche Intelligenz im neusten Teil bedeutend schlauer erscheint. Es ist schon fast Wahnsinn wie oft ich von der Seite angegriffen wurde. Die KI reagiert teilweise sehr gut auf meine Aktionen. Dementsprechend ist auch der Schwierigkeitsgrad gefühlt höher als im ersten Teil. Sehr oft wird man erschossen, von einer Granate zerfetzt oder man muss schon wieder beim letzten Kontrollpunkt anfangen, weil irgendein Fass oder Auto neben einem explodiert ist.


Bereits in einigen anderen Shootern, darunter zum Beispiel das Spiel zu James Bond: Quantum Trost und Rainbox Six: Vegas, kann der Charakter in Deckung gehen und sich um Ecken lehnen. Leider wurde dies in Call of Duty Modern Warfare 2 nicht eingebaut. Unsere Kameraden gleiten geschickt von Deckung zu Deckung, lehnen sich seitlich ein Stück raus um den Gegner zu treffen und wir müssen uns ducken und laufen dann geduckt durch die Level. Es ist teilweise schon fast frustrierend, dass der Spieler nicht annährend über die Animationen verfügt, die die Kollegen vorturnen.


Die Grafik ist gut, aber auch nicht äußergewöhnlich. Wer Call of Duty Modern Warfare seiner Zeit für ansprechend hielt, wird auch den zweiten Teil nicht ablehnen. Man merkt schnell, dass die Grafik zwar verbessert wurde, aber immer noch einige Schwachstellen aufweist. Dabei sind vor allem die Texturen bei Charakteren unter durchschnittlich und es fallen einige Clipping-Fehler auf. Dabei sogar einer im veröffentlichten Launch Trailer. In den ersten Sekunden, als die Rakete das Haus in Afghanistan trifft, biegt sich der Zaun durch die Laterne. Man sollte eigentlich erwarten, dass so etwas bei einer vorgefertigten Szene nicht passieren darf. An sich sind die Grafikfehler aber so gering, dass sie den Spielfluss nicht weiter stören.



Für die musikalische Begeleitung zeichnet sich Hans Zimmer verantwortlich, der vor allem für brillante Filmmusik von zum Beispiel Fluch der Karibik bekannt ist. So fällt die verwendete Orchestermusik auch sehr pompös aus, passt aber perfekt zum Spiel. Das Spiel wäre wohl nur halb so gut und halb so actionreiche ohne gute Musik. In diesem Punkt hebt sich das Spiel von vielen Konkurrenten ab.


Die Call of Duty typischen Charaktere sind wieder vertreten, dazu kommen noch ein paar neue, von denen lediglich Ghost hervorsticht. Gerüchteweise soll auch der erste Downloadcontent über diesen Charakter handeln. Noch ist offen, für welche Plattformen und zu welchem Preis der DLC erscheinen soll. Da das Spiel aber erstmals über Steam verbreitet wird, ist davon auszugehen, dass auch PC-Spieler dieses Mal Geld für den DLC bezahlen müssen und ihn nicht später per Patch nachgereicht bekommen.


Das Spiel bietet eine actionreiche, aber leider zu kurze Kampagne. Zusätzlich bietet es einen sogenannten „Spezialeinheiten“-Modus. In diesem gibt es verschiedene Level, in denen man verschiedene Herausforderungen schaffen muss. Ein Beispiel ist ein Parcours, der in einer gewissen Zeit ohne Fehler abgeschlossen werden muss und am Anfang der Kampagne auch als Tutorial dient. In einem anderen Level muss der Spieler Angriffswellen von Gegnern ausschalten, indem er eine Predator-Drohne und verschiedene Gewehre nutzt. Zusätzlich gibt es einen recht gut angenommenen Multiplayermodus, der aber eher als durchschnittlich zu bezeichnen ist.


Call of Duty Modern Warfare 2 ist ein guter zweiter Teil, erfindet aber das Rad aber nicht neu. Die größte Neuerung ist, dass da wo früher ein feindlicher Soldat war, nun mindestens fünf auf den Spieler warten. Das erste Mal seit langer Zeit kann der Spieler ein Kriegsszenario auf dem Boden der Vereinigten Staaten von Amerika spielen. Damit sind wir auch schon am Ende der kurzen Liste der Neuerungen und Verbesserungen angekommen. Alles in allem ist der zweite Teil mehr vom Guten des ersten Teils, aber keine konsequente Weiterentwicklung. Ich vermisse Neuerungen, Verbesserungen und den Drang zu neuer Entwicklung. Call of Duty Modern Warfare 2 ist gut, aber leider nicht bahnbrechend.


Wertung: 85 von 100

 
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