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Review: Borderlands (PC)
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THEMA: Review: Borderlands (PC)
#689
Leo
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graphgraph
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Review: Borderlands (PC) 01.11.2009 03:02 Karma: 0
** In diesem Thema wird dieser Beitrag diskutiert: Review: Borderlands (PC) **

Die Entwickler von Gearbox machten mit Borderlands vor allem durch eine comicähnliche Grafik und ein Zufallssystem zur Erstellung der Waffen von sich reden. Ob noch mehr hinter dem Titel steckt und ob die Mischung aus First-Person-Shooter und Role-Play-Game mit Humor, Comic-Grafik und Gewalt Spaß macht, haben wir für euch getestet.





Gleich zu Beginn der Reise muss der Spieler zwischen den vier Helden wählen. Wer sich bis dahin nicht näher mit den Klassen beschäftigt hat, muss entweder den Anfang vier Mal spielen oder auf gut Glück hoffen, dass man den Lieblingscharakter per Zufall auswählt. Interessant ist dabei, dass sich die Helden spielerisch kaum unterscheiden, nur die jeweilige Spezialfähigkeit ist eine andere. Während Roland, der Soldat, ein Geschütz aufstellen kann, kann Lilith, die Sirene, für eine kurze Zeit sehr schnell und unsichtbar laufen. Beim Ein- und Austritt erzeugt sie eine Art Rückstoß, durch den nahe gelegene Feinde verletzt werden. Dazu ist ihre Nahkampfattacke in diesem Modus bedeutend stärker. Ein weiterer Held heißt Mordecai, der Jäger, welcher einen Vogel losschicken kann, der dann einen Feind angreift. Abgerundet wird die Auswahl von Brick, der Berserker, welcher sich auch in einem Modus versetzen kann, indem er weniger Schaden nimmt und mehr Schaden mit seinen Fäusten austeilt. Bedauerlich ist nur, dass man die jeweilige Fähigkeit erst in Level 5 erhält, wodurch man diese nicht einfach mal kurz testen kann.


Auch wenn eigentlich jede Klasse spezialisiert seinen soll auf bestimmte Waffen, kann der Spieler das ganz einfach ignorieren – ein Nachteil hat das kaum. Auch sonst unterscheidet sich das Gameplay nur kaum, einzig die Spezialfertigkeit, die man immer weiter spezialisieren kann, macht einen eher kleinen Unterschied.


Der RPG-Teil ist leider kleiner und unbedeutender ausgefallen als erwartet. Es gibt verschiedene Quests, natürlich unterteilt in Haupt- und Nebenquests, und man kann die Spezialfertigkeit weiter ausbauen und verschiedene passive Fähigkeiten dazu gewinnen. Dabei gibt es für jeden Charakter drei Wege, mit jeweils sieben Fähigkeiten. Hat man auf die beiden Fähigkeiten der ersten Stufe eines Weges mindest fünf Fähigkeitspunkte verwendet, kann man auch Punkte auf die Fähigkeiten der zweiten Stufe verwenden. Am Schluss eines Weges steht immer eine ganz besondere Fähigkeit. Diese sind aber niemals aktiv, das heißt, kein Charakter kann mehr als eine Spezialfähigkeit erlernen. Hingegen bekommt man mehr Leben, das Geschütz schießt schneller, man macht größeren Schaden und so weiter. Der RPG-Teil fällt für mich enttäuschend klein aus.



Ganz anders sieht es mit den First-Person-Shooter-Anteilen aus. Diese nehmen entsprechend einen großen Teil des Gameplays ein, sind dafür aber überzeugend. Es fängt mit der guten Steuerung an, geht weiter über das geniale Waffenzufallssystem und endet bei packender Action mit den unterschiedlichsten Waffen gegen die unterschiedlichsten Feinde. Borderlands macht in diesem Aspekt vieles richtig und nicht jeder reinrassige Ego-Shooter ist so actiongeladen wie Borderlands. Oft schon wurde bemängelt, dass es zu wenige unterschiedliche Feinde gab. Davon kann bei Borderlands nicht die Rede sein. Oft schon habe ich in einem Test über die schlechte Steuerung mit Maus und Tastatur geschimpft und auch davon kann nicht die Rede sein. Das Spiel ist ein gelungener Ego-Shooter, der noch viel mehr bietet.


Das Spiel handelt von einem Schatzsucher, den man spielt und der nach einer geheimen Kammer sucht, welche sich irgendwo auf dem Planeten „Pandora“ befinden soll. Getragen wird die Geschichte durch Einblendungen von Videos, in der eine kaum erkennbare Frau uns Anweisungen gibt. Diese Art des Storytellings erzeugt sehr viel Spannung, lässt einen aber auch leicht den Faden verlieren. Allgemein ist die Geschichte eher im Hintergrund angesiedelt. Im Vordergrund steht der Spielspaß, das Ballern und das Finden von (noch) tödlicheren Waffen um den immer größeren und stärkeren Gegner entgegen treten zu können.


Die Grafik hat zwei große Vorteile: Zum einem macht sie das Spiel besonders, was nicht nur der Marketingabteilung aufgefallen ist, sondern dem Spieler auch das Gefühl gibt in eine ganz neue Welt einzutauchen. Das unterstreicht die Wirkung der abgedrehten Welt nur noch und es wirkt in sich sehr stimmig. Zum anderen, sind die Hardwareanforderungen nicht all zu hoch.


Die musikalische Untermalung hingegen ist leider eher mittelmäßig, was bei einem Spiel wie Borderlands schon unterdurchschnittlich meint. Das liegt aber vor allem am Kontrast. Die Grafik ist etwas neues, die Action super und die RPG-Elemente, auch wenn sie kleiner ausfallen als gehofft, lockern den First-Person-Shooter gelungen auf. Die Musik ist zwar in Ordnung, aber nicht herausragend. Es reicht aus, wertet das Spiel aber nicht auf.



Borderlands bietet auch noch einen Coop-Modus, ganz ohne Internetverbindung, Serial oder sonst irgendeine Schikane. Bis zu 4 Spieler können mit ihren Charakteren das Spiel gemeinsam durchspielen. Das macht absolut viel Spaß und ist höchst interessant. Desto mehr Spieler zusammen spielen, desto stärker sind die Feinde. Desto stärker die Feinde sind, desto bessere Waffen findet man. Eine ganz einfache Rechnung und so lohnt sich die Schatzsuche für jeden. Cool ist auch, dass sich der Level der Charaktere nach und nach angleicht, denn die Erfahrungspunkte werden aufgeteilt je nach Level. Wer also den höchsten Level hat, erhält die wenigsten Erfahrungspunkte. Die Stärke der Feinde orientiert sich immer am schwächsten im Team und so wird keine benachteiligt.


Die Gewaltdarstellung ist in der englischen Version sehr deutlich ausgefallen. Die deutsche Version hingegen ist etwas entschärft, wobei man sich natürlich fragen muss. Manche mögen das kritisieren, wobei man sich fragen muss, ob so viel Gewalt wirklich notwendig ist – fehlen tut es eigentlich nicht. Die deutsche Synchronisation ist zwar überraschend gut, dennoch ist die deutsche Sprachausgabe nur halb so witzig wie die englische.


Borderlands verbindet die packende Action eines erstklassigen Ego-Shooters mit dem Schwarzen Loch für Zeit eines guten Rollenspiels – das ist genial. Man sitzt vor dem Rechner, spielt einfach vor sich hin und im Nu sind zwei Stunden vergangen. Es macht Spaß, unterhält und die Zeit vergeht im Nu. Genau so soll ein Spiel sein! Danke liebe Entwickler von Gearbox.
 
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Letzte Änderung: 01.11.2009 03:02 von .
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